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Heute vor 3 Jahren...

Dienstag, 11. März 2014

Ich kann kaum glauben, dass es schon ganze 3 Jahre her sein soll, kann ich mich doch immer noch daran erinnern, als wäre es erst gestern gewesen. Aber ich schätze, so ein Erlebnis, das vergisst man schlicht und ergreifend nicht, was? Schon gar nicht, wenn man selbst direkt davon betroffen war.
Deshalb gibt es heute auch keinen Nagelpost. Eigentlich sollte ich meine Migräne im Bettchen pflegen, die gerade am Abklingen ist, aber auf diesen Post konnte ich nicht verzichten..

Heute vor 3 Jahren wurde die östliche Region Japans vom größten Beben in der Geschichte des Landes erschüttert und weite Teile von einem unerbittlichen Tsunami verwüstet - besser bekannt unter dem Namen 東日本大震災/Große Erdbebenkatastrophe Ost-Japans bzw. Tohoku Erdbeben 2011 . Dieser Tag hat das Leben von so vielen Menschen für immer verändert - und ich bin wohl oder übel einer davon. Immerhin, wir unten in Tokyo sind glimpflich davon gekommen und einfach nur tagelang kräftig durchgeschüttelt worden - aber wenn ich daran denke, dass wir jenes Wochenende ursprünglich in Sendai verbringen wollten wird mir heute noch schlecht. Dann wären wir wohl wirklich mittendrin, statt nur dabei gewesen...

Japan Quake Map - 2011/3/11 
(interaktive Map der (Nach)beben)

Stattdessen waren wir auf dem Weg zu einem Konzert der Lieblingsband der besten Freundin. Wir haben ewig getrödelt und sind erst gegen halb 3 in die Metro geklettert, auf dem Weg nach Shin-Kiba, in ein Livehouse, das direkt am Meer und doch ein bisschen ab vom Schuss liegt. Wohlweislich hatten wir trotz frostiger Temperaturen nur dünne Klamotten (Tourshirts, um genau zu sein) und eine Jacke drüber angezogen - die Bahnen sind ja gut geheizt und vor der Halle hätten wir auch nicht so lange ausharren müssen und drinnen wäre jede Lage Stoff eine zu viel gewesen...

Aber auf halber Strecke, zwischen Shinjuku Gyouenmae und Yotsuya3chome hielten wir mitten im U-Bahn Tunnel an und nichts ging mehr. Das Beben um 14.46 Ortszeit traf uns unvorbereitet, hatte das Frühwarnsystem wohl oder übel auf ganzer Linie versagt. Wir wurden minutenlang durchgeschüttelt, immer mal wieder - das U-Bahnnetz stand still, weil keiner so wirklich wusste, was Sache ist und ob es schon sicher wäre, weiterzufahren. Da alle um uns herum einigermaßen ruhig blieben oder höchstens genervt waren, weil sie womöglich zu spät zu Meetings und co kommen würden, war mir zwar flau im Magen, aber mit Erdbeben muss man in Tokyo ja nun mal rechnen. Dass nach so einem heftigen Wackler erst mal alles gecheckt werden muss, war auch klar. Irgendwann fuhren wir dann in Schrittgeschwindigkeit nach Yotsuya3chome rüber, um die Bahn aus dem Tunnel zu haben und dann kamen auch Durchsagen, dass es wohl ein Shindo5+ Beben in Tokyo gewesen sein muss, aktuell keine Bahnen mehr fahren dürften, wir aber nicht das Epicenter waren. Das gibt einem dann schon zu denken, denn bei einer Skala, die lediglich noch 6-, 6+ und 7 aufzuweisen hat, sollte man doch meinen, dass solch ein heftiges Beben irgendwo in der Nähe gewesen sein muss...
Dann fing es wieder an zu wackeln und der zuvor so ruhige Bahnmensch wurde doch ein wenig panisch - verständlich, hätte das Beben zuvor ja auch nur ein kleiner Vorbote eines noch größeren Bebens sein können, oder eben ein Nachbeben ähnlich starker Intensität - und so wurden wir die Treppen hochgescheucht, raus ins Freie und wurden mit dem gesamten Ausmaß konfrontiert. Sah in der Bahn alles noch so harmlos aus, standen wir schließlich oben auf der Straße, alles wackelte noch immer, minutenlang und wenn du erst einmal neben Laternen, Ampeln und Hochhäusern stehst, die bedrohlich schwanken und der Boden unter dir grollt, wie bei einem Gewitter, dann wird dir doch ganz anders zumute...

Ziemlich planlos machten wir uns auf, die paar hundert Meter runter nach Yotsuya, ein größerer Bahnhof, um dort vielleicht an Informationen zu kommen und rauszufinden, wie und ob die Bahnen heute nochmal fahren würden und wenn nicht, wie wir wohl nach Hause zurückkehren könnten..
Ich hab die Bilder glücklicherweise erst später, Zuhause im Fernsehen, gesehen, aber meine Frau hatte bereits in Yotsuya das Vergnügen die Bilder der Flutwelle, die sicherlich alle von euch kennen, zu Gesicht zu bekommen und kam dementsprechend blass wieder zu uns nach draußen, wo wir durchgeschüttelt gewartet hatten, da ohnehin alles voller Menschen war und wir uns nicht auch noch aus den Augen verlieren wollten.
Letztlich ging nichts mehr und so standen wir irgendwo mitten in Tokyo, froren erbärmlich und konnten weder vor, noch zurück. Letzten Endes sind wir die rund 8-10km nach Hause gelaufen, wie so viele andere, die noch in Laufdistanz zu ihrem Zuhause, ihrer Arbeitsstelle etc gestrandet waren, immer mal wieder von Nachbeben geschüttelt. Unterwegs haben wir uns im Jeansmate, der glücklicherweise nicht, wie so ziemlich alle anderen Läden, geschlossen hatte, warme Jacken gekauft, um uns nicht noch den Tod zu holen, aber natürlich waren wir hinterher trotzdem alle krank.
Im Apartment sah es wüst aus, die Schubladen der Kommode waren offen, alles Mögliche lag auf dem Boden verstreut.. das Chaos hielt sich auch nur deshalb in Grenzen, weil wir erst am 1. eingezogen waren und zu Dritt noch hauptsächlich aus Koffern lebten, aber allein die Nachbeben der kommenden Tage und Nächte waren so schlimm, dass ich ehrlich gesagt ziemlich froh bin, dass wir das schlimmste in der Metro durchgestanden haben. Da hat es zwar auch heftig gewackelt, aber im Tunnel hat man wirklich nur einen Bruchteil des Ausmaßes mitbekommen... Die Nächte, die wir bei angeschaltetem Notlicht zusammengegruppt auf dem Bett, dorama&Nachrichtenschauend auf dem Bett verbracht haben, weil keiner von uns so Recht schlafen konnte, die werde ich vermutlich mein Lebtag nicht vergessen. Aber wenigstens sind wir überhaupt noch nach Hause gekommen, sind viele andere doch an Bahnhöfen gestrandet und die Mädels, die schon am Livehouse waren, haben letztlich dort übernachtet, während die Bandherren, deren Familien in der betroffenen Region lebten, verzweifelt versucht haben, ihre Angehörigen zu erreichen..

Aber ich will diesen Post positiv zu Ende bringen. Es ist wirklich unglaublich, wie das japanische Volk mit dieser Katastrophe umgegangen ist. Wie mutig und stark sie sich an den Wiederaufbau gemacht und nie aufgegeben haben. Eine meiner besten Freundinnen war ebenfalls direkt betroffen, ihr gerade-frisch-angetrauter-Mann hat im Tsunami beinahe sein Leben gelassen und sein Elternhaus verloren, während sie in Tokyo nur um sein Leben bangen konnte. Heute haben die beiden ihr erstes Baby bekommen und leben zusammen in Tokyo, besuchen oft ihre Familien in Miyagi-ken..
Wir waren sowohl Anfang 2012, als auch Mitte 2013 in Sendai und Umgebung und natürlich spürt und sieht man die Auswirkungen des Erdbeben und Tsunami noch hier und da, aber gerade in den größeren Städten fällt es schwer zu glauben, dass das Land erst vor Kurzem von so einer schweren Katastrophe heimgesucht wurde.
Dieser Tag hat vieles verändert - auch für mich. Über manche Dinge denke ich jetzt ganz anders, als vor dem Beben. Es hat einen wortwörtlich wach gerüttelt und einem vor Augen geführt, wie schnell es vorbei sein kann. Das eine falsche Entscheidung, ein Moment der Unachtsamkeit einer zu viel sein kann. Dass es einfach so von heute auf morgen vorbei sein kann, das jeder Augenblick zählt und so unendlich kostbar und wertvoll ist.
Also genießt den Moment, genießt das Leben in vollen Zügen und gönnt euch auch mal was! Schert euch nicht darum, was andere denken, sondern macht das, was EUCH glücklich macht! Ihr habt nur dieses eine Leben, also macht was drauß!

Heute bin ich in Gedanken und mit meinem Herzen ganz bei all den Menschen, die ich liebe und die so tapfer weiterkämpfen, die nicht aufgegeben haben und ihr Leben jeden Tag aufs Neue mit Bravour meistern.

頑張って東北、頑張って日本!

IMG_0809"Wir geben nicht auf!"
(Sendai Februar 2012)

signatur3

11Kommentare

  1. Marisaya von Enrage11. März 2014 um 16:02

    Hallo:)
    Danke für deinen Bericht! Ich selber habe das ganze Drama ja nur im TV verfolgen können und ich finde es sehr interessant etwas von jmd zu lesen der Live dabei war.
    Verstehe dies bitte nicht falsch,es ist doch noch immer etwas anderes Momente,Gefühle,Ängste von jmd zu erfahren als nur die Bilder im TV zu sehen und die Worte eines Reporters.
    Gott sei dank habt ihr es heil nach Hause geschafft.
    Bist du selber Japanerin?(Du siehst nicht so aus finde ich) Oder wart ihr nur zum Urlaub dort?
    Vergessen wirst du /ihr das erlebte sicher nie ,aber ich hoffe das irgwann die Erinnerungen verblassen und man nicht immer daran erinnert wird.
    Das Leben ist so viel wert und man hat leider nur dieses eine und wie du sagst,es kann so schnell vorbei sein.Darum sollte man wirklich alles geniessen.

    Dir für heute gute Besserung mit der doofen Migräne!

    Liebe Grüsse,
    Bianca

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    1. Erst einmal danke für deine lieben Worte und die Genesungswünsche! Zum Glück wird es langsam besser, aber länger als ein paar Minuten am Stück halte ich es am Laptop noch nicht aus, ohne, dass der Kopf brummt, buh ;(

      Journalismus ist ja immer so eine Sache, ich hab erst vorhin wieder so einen Bericht zu Fukushima und der Situation (damals und heute) drüben gesehen und .. na ja. Medien halt, ne. Schöne, einseitige Berichterstattung...
      Nein, ich bin keine Japanerin. Sieht man ja auch, ne.. ;) aber ich habe ein Jahr Working Holidays drüben gemacht und inzwischen noch ein paar Monate mehr dort verbracht und bin seit Jahren regelmäßiger Gast, bis sich vielleicht irgendwann mal die Möglichkeit ergibt, länger als nur ein paar Wochen/Monate da zu bleiben. Denn ja, trotz allem würde ich jederzeit wieder hinziehen, wenn mir einer ein Visum schenken würde ;)
      Aber auch, wenn es nicht jeden Tag präsent ist, grade am "Jahrestag" wird man vermutlich doch immer dran denken..

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  2. Toller Post, ich wusste gar nicht, dass du so nah dran warst... Ein Glück ist euch nix passiert :)

    Alles Liebe

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    1. Danke. Ja, zum Glück nicht zu nah.. die Wackelei in Tokyo hat mir durchaus ausgereicht für mein erstes Erdbeben :p

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  3. Krass, dass du damals dort gewesen bist! Eine Bekannte von mir war damals auch in Tokyo, die hat dann drei Tage am Flughafen kampiert, bis sie endlich einen Flieger nach Deutschland erwischt hat...
    Ich selbst habe zu der Zeit bei einem Umweltverband gearbeitet und an dem Tag damals ist die Zahl der Seitenaufrufe für unser Anti-Atom-Projekt nahezu explodiert (von 12 am Tag auf über 40.000 am Tag)!

    Aber klingt sehr danach, als hättest du noch mal Glück gehabt. :)

    Ich habe aber über die Japaner gehört (auch von Bekannten die dort leben oder jetzt gerade dort sind), dass die meisten Japaner sich gar nicht so um Fukushima kümmern und auch nur schlecht darüber informiert sind. Für die Betroffenen war das Erdbeben damals relevanter, weil man das eher mitbekommen hat und es wird aber anscheinend in der Öffentlichkeit sehr herunterspielt. Was ich allerding auch verstehen kann: Man stelle sich mal vor, Tokyo hätte evakuiert werden sollen! 35 Millionen Menschen, wie sollte das gehen und wohin hätte man die auch schicken sollen?

    Danke für diesen interessanten Einblick und ich hoffe, du bist soweit unbeschadet da rausgekommen, auch wenn du über vieles jetzt anders denkst. Also ich hoffe, du hast jetzt keine Ängste davon bekommen oder so... ^^

    Liebe Grüße,
    Shirley! :)

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    1. Ja, unsrer Freundin, die nur auf Urlaub mit war, ging es nicht viel besser... das wäre absolut nichts für mich gewesen...
      Das mit den Seitenaufrufen ist aber krass. Obwohl bei der deutschen Berichterstattung auch nicht verwunderlich, man hörte von Daheim ja nur ATOM HIER ATOM DA. Tsunami, Erdbeben pfff.... aber OMG ATOM. x___x; als wäre das jetzt das einzige Problem gewesen ...

      Also, aus eigener Erfahrung und auch von dem, was man so mit Arbeitskollegen geredet hat damals sind sie sich schon der Gefahr an sich bewusst, aber wir unten in Tokyo haben das bei 300km+ Abstand nicht so krass als Gefahr für uns gesehen. Für uns war die Wackelei viel akuter und bedrohlicher, als das Atom, das vielleicht möglicherweise eventuell rüberziehen könnte oder auch nicht, wer weiß das schon ... und selbst WENN, wie du so schön sagst: wo sollte man denn 30Mio Menschen hin evakuieren..? Ich denke aber nicht, dass die Japaner (as in - das gemeine Volk) es so wirklich heruntergespielt haben (klar, grade in den ersten Tagen wurde durchaus auch versucht zu vertuschen, dass die Kacke wirklich am Dampfen ist..) aber es so aufzubauschen, wie die westlichen Medien, gerade die Deutschen, das hilft ja auch keinem und ist mMn bis heute übertrieben und die pure Panikmache. Und eine Massenhysterie unterm Volk auszulösen hätte ja auch keinem geholfen.. Japan ist halt nun mal ne Insel mit begrenzt Platz und, so krass es klingt, die meisten Japaner sind eben auch Insulaner im Kopf. Das ist nicht so wie bei uns Europäern (und selbst bei uns.. mal ehrlich, wenn du 300+ km weit weg wohnst und die Regierung nur eine no-go Zone von 30-60km erhebt, würdest du dann wegziehen? Nur deshalb? Mit Kindern und Großeltern und co...) und für viele wäre es auch gar nicht möglich gewesen, woanders hinzugehen. Sei es jetzt emotional, finanziell oder aufgrund anderer Gegebenheiten..

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    2. Was mich aber am meisten stört ist diese einseitige Berichterstattung, die sich pur aufs Atom konzentriert. Die Menschen, die aufgrund des Tsunamis (denn das Erdbeben selbst hat kaum nennenswerte Schäden angerichtet, das meiste kam halt wirklich durch die Flutwelle..) ihr Zuhause verloren haben, wie sie damit umgehen, wie die Aufbauarbeiten vorangehen, das interessiert irgendwie keinen... man hört immer nur Fukushima hier und Fukushima da. =/ Als wäre Fukushima-ken jetzt die einzige, betroffene Präfektur gewesen.. (bzw die Stadt mit dem AKW ...) Da wird in meinen Augen einfach viel vergessen und ignoriert, weil alle nur das Atom sehen und die potentielle Gefahr fürs eigene Leben (was aus 9000km Entfernung in meinen Augen ein bisschen.. albern ist?) Ich mein, im Flugzeug ist man genauso Strahlung ausgesetzt und trotzdem jetten genug Menschen zichtausend Kilometer im Jahr um den Erdball - da regt sich auch keiner drüber auf. Und ich bin immer noch der Meinung, dass ich in den rund 4 Jahren, die ich 20km vom AKW Phillipsburg entfernt gewohnt habe, mehr Strahlung ausgesetzt war, als in dem Jahr in Tokyo, denn dass es auch da Störfälle gab, die schön vertuscht wurden, ist auch ein eher offenes Geheimnis ...

      Na ja, Ängste. Noch so ein Erdbeben muss ich jetzt nicht miterleben unbedingt :p aber es hält mich auch nicht davon ab, wieder Fuß auf die Insel zu setzen und es ist auch nicht so, als hätte ich die ganze Zeit drüben dann Angst oder so. Dass man in Japan mit Erdbeben rechnen muss ist und war ja auch vorher kein Geheimnis.. und obwohl ich durchaus in den letzten 3 Jahren in der Tohoku Region war und sogar einige Tage in Sendai, Kooriyama und co verbracht habe, lasse ich mir auch nicht so extreme Angst vor der Strahlung machen. Solange ich nicht Nachts im dunkeln grün leuchte und mich keiner dazu zwingt in der No-Go-Zone zu leben sehe ich keine akute Gefahr für Leib und Leben - aber das ist vielleicht auch einfach Einstellungs- und Mentalitätssache. Aber ich denke, wenn es (auch westliche, forschende) Menschen gibt, die sich regelmäßig im kontaminierten Gebiet aufhalten, um die Strahlenmenge zu erforschen/kontrollieren und die auch nicht rumjammern und sich in die Buxe machen vor Angst, obwohl sie sich der Strahlung aussetzen sollten die Deutschen einfach mal drüber nachdenken, ob sie ihre übertriebene Panik nicht langsam mal runterfahren sollen und aufhören, den hypochronder raushängen zu lassen.. vor unseren AKWs hier Angst haben ist die eine Sache - aber vor dem Fukushima Atom solche Panik zu schieben.. aber muss ja jeder selber wissen, letztlich und wer Angst hat kann ja einfach einen großen Bogen um die Insel machen.
      Roman over and out x__x;

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  4. Puh ich habe mir nun deinen Bericht durchgelesen und hatte wirklich eine Gänsehaut. Es ist wirklich mal interessant das aus dieser Sicht zu lesen. Ich habe Freunde die an diesem Tag im Flieger nach Japan saßen und während sie noch in der Luft waren war das Beben. Nach 2 Tagen am Flughafen ging es dann zurück nach Deutschland. Ich finde es halt so unheimlich interessant zu lesen was dort passiert ist weil die Medienberichte teilweise einfach zu seltsam sind. Ich habe mich halt immer gefragt ob die Lage halt bei uns zu überspitzt dargestellt wurde oder aber in Japan verharmlost.
    Ganz lieben Gruß Rouge

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    1. Krass, dass sie überhaupt noch landen durften, nach dem Beben war Narita ja relativ schnell dicht..
      Ich schätze, es ist ein bisschen was von beidem - die Deutschen/westlichen Medien haben mit viel zu viel Hysterie und auch recht einseitig berichtet (Atom hier, Atom da und nebenbei mal kurz erwähnt, dass 15,000+ Menschen ums Leben gekommen sind, weil da ja noch so was anderes war.) und den Japanern, die eben keine Massenpanik auslösen wollten und generell ruhiger an die Sache herangegangen sind. Natürlich gabs auch Japaner, die die Flucht zB gen Westen ergriffen haben, ich kenne sogar ein paar persönlich und in Tokyo herrschte auch tagelang Ausnahmezustand mit geräuberten Supermarktregalen, rationiertem Wasser und monatelanges Strom sparen war auch angesagt, aber die Japaner gehen mit solchen Situationen einfach rationaler und gefasster um..

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  5. Wow, was für ein Bericht. Ich weiß gar nicht was ich dazu schreiben soll.
    Ein Glück, dass ihr es, außer dem Schock und der unordentlichen Wohnung, unbeschadet überstanden habt. Und zu dem dann noch die Flutwelle, die ja wirklich das schlimmste an dem ganzen war.
    Ich kenne das alles ja nur aus dem Fernsehen und es von jemanden zu hören, der wirklich live dabei war ist ja noch mal was ganz anderes.

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    1. Tokyo hat es ja zum Glück nicht gar so schlimm erwischt, wie die Tohoku-Region.. wir unten im Südosten sind ja quasi mit einem blauen Auge davongekommen. Wir hatten zwar auch Tsunamiwarnungen und ein bisschen höhere Wellen, aber gegen die Monsterflutwellen weiter im Norden war das ja gar nichts =/

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